Kyriba OPR Index zeigt: 76 Prozent der deutschen CFOs blicken optimistisch in die Zukunft und erwarten eine positive Wirtschaftsentwicklung

Deutsche Finanzvorstände zeigen sich laut dem ersten OPR Index von Kyriba* trotz globaler Herausforderungen bemerkenswert zuversichtlich. Ihre Einschätzung steht im Einklang mit den globalen Ergebnissen und ordnet sie im oberen Bereich der in der Umfrage berücksichtigten großen EU-Märkte ein: 76 Prozent sind optimistisch hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung und liegen damit leicht über dem globalen Durchschnitt von 75 Prozent. Mit 78 Prozent liegt der Anteil der deutschen CFOs, die sich gut auf makroökonomische Veränderungen vorbereitet fühlen, geringfügig unter dem globalen Durchschnitt von 79 Prozent.

Während regulatorische Compliance, Inflation und Marktvolatilität als zentrale Risiken identifiziert werden, setzen deutsche CFOs verstärkt auf digitale Transformation, Innovation und Kosteneffizienz als Wachstumstreiber für 2026. Auch die Einführung von KI ist fest etabliert: 92 % der deutschen Finanzvorstände nutzen KI bereits in irgendeiner Form, was dem globalen Durchschnitt entspricht und den zweithöchsten Wert unter den untersuchten europäischen Ländern darstellt.

Deutsche CFOs zeichnen sich zudem durch eine erhöhte Sensibilität für geopolitische Risiken im Vergleich zu aus: Über 40 Prozent betrachten weltweite Verschiebungen als entscheidenden Veränderungstreiber – der höchste Wert im Vergleich zu Großbritannien und Frankreich.

Diese Ergebnisse liefert die aktuelle globale Umfrage von Kyriba unter 1.400 Finanzvorständen aus acht Ländern**. Aus den Umfrageergebnissen wurde zudem der OPR-Index ermittelt. Dieser bietet den ersten umfassenden Rahmen, um nicht nur zu verstehen, wie groß die Zuversicht der CFOs ist, sondern auch, wie gut sie darauf vorbereitet sind, diese Zuversicht in die Tat umzusetzen. Der globale OPR Score von 93,28 signalisiert ein „verhaltenes Vertrauen”. Diese Vertrauenswerte wurden durch einen positiven Geschäftsausblick (77,43) gestützt, der durch eine solide operative Bereitschaft (90,21) untermauert wurde. Jedoch wurde er auch durch ein gesteigertes Bewusstsein für anhaltende externe Belastungen (74,36) gedämpft.

Ein auffälliger Widerspruch prägt die Finanzfunktion im Jahr 2026: Während weltweit 67 Prozent der CFOs davon ausgehen, dass KI in den nächsten fünf Jahren die größte Veränderung in ihrer Rolle bewirken wird – ein Anstieg um 14 Prozentpunkte in nur sechs Monaten –, nennen zugleich 77 Prozent Datenschutz und Sicherheit als kritische Risiken. Das deutet auf eine anhaltende Vertrauenslücke hin, die die Herangehensweise von Finanzverantwortlichen an Innovationen bestimmt. Diese neuen Erkenntnisse von Kyriba, einem weltweit führenden Anbieter von Liquiditätsmanagement-Lösungen, zeigen, dass diese Spannung im Zentrum eines breiteren Vertrauensumfelds steht, in dem CFOs einen stetigen Optimismus bewahren und gleichzeitig geopolitische und wirtschaftliche Unsicherheiten sorgfältig managen.

Regional variieren die Ergebnisse. Singapur, Deutschland, Großbritannien und die USA weisen den höchsten OPR Score auf, was auf eine höheren Vorbereitungsgrad und ein geringeres wahrgenommenes Risiko hindeutet. Frankreich, Italien, Spanien und Japan hingegen weisen ein eher vorsichtiges Vertrauensprofil auf.

„Was wir im Jahr 2026 beobachten, ist ein perfektes Beispiel dafür: CFOs sind sehr optimistisch, was das transformative Potenzial von KI angeht, gehen jedoch bei der Implementierung mit strategischer Vorsicht in Bezug auf Sicherheit und Datenschutz vor“, so Monica Green Boydston, Chief Product Officer bei Kyriba. „Indem der OPR Index neben Optimismus und Risiko auch die Vorbereitung als zentrale Kennzahl berücksichtigt, kann er diese Komplexität darstellen. Er zeigt, dass echtes Vertrauen nicht nur eine Frage der positiven Einstellung ist, sondern auch der Bereitschaft, selbst in unsicheren Zeiten entschlossen zu handeln. Finanzverantwortliche, die diese Balance beherrschen, werden in der Lage sein, das volle Potenzial von KI auszuschöpfen und gleichzeitig das Vertrauen und die Kontrolle zu bewahren, die ihre Unternehmen benötigen. Der OPR Index ist zudem so konzipiert, dass er besser umsetzbar ist als herkömmliche Stimmungsmessungen, da er den Optimismus von den operativen Bedingungen trennt, die erforderlich sind, um ihn aufrechtzuerhalten.“
Es gibt drei wichtige Trends, die das Vertrauen prägen und ein klareres Bild davon vermitteln, wie CFOs dieses Jahr agieren werden.

Nr. 1: Die anhaltende Vertrauenslücke
CFOs betrachten KI als den wichtigsten Treiber für die Transformation des Finanzwesens. 67 Prozent der weltweit Befragten erwarten, dass KI in den nächsten fünf Jahren die größte Veränderung für ihre Rolle mit sich bringen wird.
Obwohl 47 Prozent bereits damit begonnen haben, KI in ihre Gesamtprozesse zu integrieren, nennen 77 Prozent Datenschutz und Sicherheit als kritische Risiken – was das Ausmaß der Vertrauenslücke deutlich macht.
CFOs arbeiten daran, diese Lücke 2026 zu schließen. Zu den wichtigsten operativen Prioritäten zählen die Einführung von KI (53%), die Zuverlässigkeit von Daten (31%) und die Prävention von Sicherheitsbetrug (27%). Dies unterstreicht ihr Engagement für die Stärkung der operativen Grundlagen, um sicherzustellen, dass neue Technologien mit Zuversicht und Kontrolle implementiert werden.

Nr. 2: Das Zeitalter des geplanten Wachstums
CFOs verabschieden sich zunehmend vom Prinzip des ‚Wachstums um jeden Preis‘ und setzen stattdessen auf strukturiertes Wachstum und Innovation, die auf operativer Präzision, Transparenz der Liquidität und disziplinierter Umsetzung basiert. Die Wachstumsstrategien hängen weitgehend von Konnektivität, Automatisierung und Echtzeitdaten ab. Weltweit erhöhen 37 Prozent die Häufigkeit der Prognoseaktualisierungen, während 31 Prozent ihre Schulden- und Kapitalstrukturen neu ausrichten, um Risiken zu reduzieren und ihre Kapitalkosten zu optimieren.
Diese Prioritäten variieren jedoch je nach Region: Finanzverantwortliche in den USA beschleunigen die Berichterstattung (51%) und Prognosen (45%), während in Singapur der Fokus auf dem Neuausrichten der Bilanzen (41%) liegt. Die Befragten in Großbritannien und Spanien führen neue Software und Automatisierung ein, während sich Japan und Deutschland auf die operative Effizienz durch Umstrukturierung und Automatisierung des Treasury konzentrieren.

Nr. 3: Der Aufstieg risikointelligenter Performance
Anstatt Risiken zu vermeiden, betrachten CFOs diese nun als Performance-Variable oder als etwas, das gemessen, modelliert und gesteuert werden muss. KI-gestützte Analysen (57%), häufigere Prognosen (37%) und Szenario-Planung (61%) werden zu zentralen Instrumenten für den Umgang mit Unsicherheiten. Das Ziel ist Agilität: weniger Überraschungen, schnellere Entscheidungen und strengere Kontrollen in einer volatileren Welt.
Die vollständigen Umfrageergebnisse und die gesamte Methodik des OPR-Index finden Sie hier.

*Um konkurrierende Kräfte wie Optimismus und Unsicherheit gleichzeitig zu quantifizieren, hat Kyriba den OPR Index entwickelt – ein neuer Ansatz, der über das traditionelle Erfassen von Stimmungen hinausgeht und die drei Dimensionen misst, die die Entscheidungsfindung von CFOs wirklich beeinflussen: Optimismus, Vorbereitung und Risiko. Der OPR Index verwendet eine Skala von 0 bis 200 mit fünf Konfidenzkategorien – von „anfällig” (unter 60) bis „ambitioniert” (über 150) –, die angeben, wie CFOs wahrscheinlich an Investitions- und Wachstumsentscheidungen herangehen. Im Gegensatz zu bestehenden CFO-Indizes, die sich in erster Linie darauf konzentrieren, wie Führungskräfte sich fühlen, zeigt der OPR Index, warum sie so fühlen und was sie dazu befähigt, entsprechend zu handeln.
**Befragt wurden CFOs aus den USA, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Japan, Spanien, Italien und Singapur.

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